Wissenswertes zum Amazon FBA Startkapital

Das Unternehmen Amazon bietet Onlinehändlern die Möglichkeit, gegen entsprechende Kosten das firmeninterne Netzwerk rund um die Logistik des Vertriebs der eigenen Produkte zu nutzen. Diese sogenannte Abwicklung durch Amazon (FBA = Fullfillment By Amazon) umfasst im Wesentlichen die Lagerung der Waren, den Versand an die Käufer und den gesamten Kundenservice, der damit verbunden ist. Für ein solches FBA Business wird demzufolge ein Amazon FBA Startkapital benötigt. Die Kosten variieren hierbei deutlich und hängen von der Art des zu verkaufenden Produkts und auch den Marketingmaßnahmen ab.

Relevante Faktoren für das Amazon FBA Startkapital

Wer ein Amazon FBA Business seriös und professionell aufziehen möchte, benötigt zunächst ein Produkt, das sich von der Konkurrenz abhebt, um überhaupt erfolgreich zu sein. Die Qualität und der Preis eines solchen Produktes bestimmen die Höhe des erforderlichen Startkapitals wesentlich.

Amazon bietet verschiedene Möglichkeiten, die Sichtbarkeit von Produkten deutlich zu verbessern. Diese Marketingmaßnahmen sind ebenfalls zu den Kosten zu addieren.

Auch die allgemeine Produktnachfrage ist ein relevanter Faktor. Funktioniert die Ware im Verkauf besonders gut, ist Kapital erforderlich für ein zeitnahes Nachbestellen. Nichts wäre schädigender für den eigenen Business-Erfolg als unzufriedene Kunden, die gleich zu Beginn ihr Produkt nicht bestellen können.

 

Die Produktkosten als Hauptfaktor

Das Startkapital lässt sich seriös nur dann berechnen, wenn die Kosten bekannt sind, die für das zu verkaufende Produkt im Einkauf anfallen. Wer Ware verkaufen möchte, die im Einkauf nur wenige Cent kostet, wird ein anderes Startkapital benötigen als Händler mit einem Waren-Einkaufspreis im dreistelligen Bereich.

Auch die Bestellmenge ist entscheidend für das erforderliche Amazon FBA Startkapital-Experten empfehlen bei der Planung des Einkaufs mindestens die doppelte Menge der ermittelten monatlichen Verkaufszahlen zu berücksichtigen.

 

Die Art des Einstiegs als Kostenfaktor

Beim Startkapital kommt es darauf an, ob ein Onlinehändler die Amazon-Plattform zunächst ausprobieren oder unmittelbar professionell starten und ein eigenes kleines Unternehmen aufbauen möchte. Händler, die zu Beginn eine Testphase bevorzugen, können auch zu einem späteren Zeitpunkt ihr Business ausbauen und höhere Investitionen tätigen. Beim Start mit einem geringen Kapital gilt es zu beachten, dass die Auswahl der Produkte deutlich eingeschränkter ausfällt und auch die Absicherung durch umfassenden Nachschub nicht gegeben sein wird. Für einen „Schnupper-Einstieg“ sollte als absolutes Minimum ein Betrag von etwa 800 € eingeplant werden.

Der professionelle Einstieg in ein Business, bei dem das Generieren von Umsätzen bereits unmittelbar zu Beginn im Fokus ist, benötigt ein deutlich höheres Amazon FBA Startkapital. Hier sollten beim Einstieg wenigstens 3000 € eingeplant werden. Bei zu verkaufenden Produkten, die bereits einen sehr hohen Einkaufspreis haben, muss natürlich entsprechend höher kalkuliert werden.

 

Individuelle versus professionelle Verkaufsplanung

Amazon offeriert beim Verkauf zwei Planungsvarianten, die jeweils mit unterschiedlichen Kosten verbunden sind. Beim individuellen Verkaufsplan fallen keine monatlichen Gebühren an, dafür jedoch ein Verkaufstarif von knapp 0,99 € für jede verkaufte Einheit. Im Vergleich dazu schlägt die professionelle Variante mit monatlichen 39 € Gebühr zu Buche, unabhängig von der Anzahl, die verkauft wird.

Für Händler, die mit geringen Verkaufszahlen monatlich kalkulieren, ist der Einzeltarif im Endeffekt teurer als die monatliche Gebühr. Ein Richtwert sind hierbei rein rechnerisch 40 monatliche Verkäufe. Es ist allerdings möglich, zu einem späteren Zeitpunkt in den jeweils anderen Tarif zu wechseln. Wer mit einem geringeren Amazon FBA Startkapital kalkulieren möchte, ist vermutlich mit der individuellen Planung besser beraten.

 

Die verschiedenen Einzelkosten

Bei der Berechnung des Amazon FBA Startkapitals gibt es in der Gesamtheit eine größere Anzahl an Einzelgebühren zu berücksichtigen. Neben dem gewünschten Produkt und dessen Einkaufspreis sowie der Art des geplanten Umfangs beim Einstieg sind dies unter anderem folgende Faktoren:

– Produktkosten (circa 80 % des Startkapitals)

– Versandkosten (abhängig vom Produkt)

– Marketingkosten (abhängig vom Umfang)

– Anmeldung eines Gewerbes (etwa 30 €)

– Samples (Beispielprodukte der Hersteller)

– EAN Nummern für die Produktkennzeichnung (durchschnittlich 10 Nummern für 55 €)

– Amazon Seller Tools zur Verbesserung des Rankings (ab 30 € bis weit in den dreistelligen Bereich)

– Zollgebühren (zwischen 3 % und 12 %)

– Einfuhrumsatzsteuer (19 %)

Hinzu können noch weitere Beträge kommen, je nach individuellem Bedarf. Dazu zählen beispielsweise Kosten für einen Steuerberater und die Buchhaltung, Marken- oder Patentanmeldung sowie Beträge für professionelle Produktfotos.

 

Fazit

Der Start eines Amazon FBA Business erfordert in jedem Fall ein ausreichendes Startkapital. Hierbei ist es möglich, zunächst mit kleinerem Budget, geringen Stückzahlen bei den Produkten und einem Minimum an Marketingmaßnahmen anzufangen. Wer nicht unmittelbar eine Gewinnerzielung benötigt, findet auf diese Weise einen Einstieg. Soll direkt ein umsatzgenerierendes Business erreicht werden, bildet das Investieren in höhere Produktzahlen beim Einkauf den größten Kostenfaktor beim Amazon FBA Startkapital.