Viele starten mit Amazon FBA und suchen als Erstes nach der einen Produktidee. Das klingt logisch, führt aber oft in eine Sackgasse. Ich zeige dir, warum eine bloße Produktidee nichts wert ist, warum sie dich sogar ausbremsen kann, und wie du stattdessen ein Angebot entwickelst, das sich verkauft. Am Ende weißt du, worauf es wirklich ankommt: ein ausgearbeitetes Produkt plus passendes Marketing, abgestimmt auf eine echte Zielgruppe.
Der Mythos der perfekten Produktidee
Warum jeder mit Amazon FBA nach einer Produktidee sucht
Am Anfang wirkt alles so einfach. Du willst starten, also suchst du eine Idee für ein Produkt, das du auf Amazon verkaufen kannst. Jeder weiß irgendwie, brauchst du ein Produkt.
Typische erste Schritte:
- YouTube-Videos schauen und Tool-Strategien sammeln.
- In Tools wie Helium 10 stöbern und Produktlisten auswerten.
- Nach Kategorien suchen, die auf den ersten Blick gut laufen.
Das Problem mit der typischen Produktsuche
Was die meisten Leute machen
Die gängigen Tipps klingen immer gleich:
- Produkte finden, die gut verkaufen
- Listings mit wenigen Bewertungen suchen
- Geringe Konkurrenz bevorzugen
Das sieht auf dem Papier gut aus. In der Praxis führt es zu überfüllten Nischen, austauschbaren Listings und Preiskämpfen.
Warum das zu wertlosen Ideen führt
Alle landen bei den gleichen Ideen, weil alle die gleichen Signale jagen. Tool-Ergebnisse sind nicht exklusiv. Die Folge: Wertlos sind denn was bringt es dir wirklich, wenn zehn Anbieter das Gleiche verkaufen und keiner dabei Geld verdient?
Ein reales Beispiel: Der Gartenschlauch
Stell dir vor, ein Gartenschlauch ist neu auf Amazon, hat schwache Konkurrenz und macht gute Umsätze. Klingt verlockend. Aber was passiert, wenn du einfach denselben Schlauch listest?
Risiken:
- Preisspirale nach unten, alle unterbieten sich
- Weitere Verkäufer springen auf, die Listings ähneln sich
- Hohe Werbekosten, niedrige Conversion
- Du bleibst austauschbar, kaum Marge, kaum Markenaufbau
So entstehen keine stabilen Geschäfte, sondern Zufallstreffer, die schnell verpuffen.
Was verkauft sich gut?
Auf Amazon verkaufen sich Produkte mit klarem Nutzen, mittlerem Preis und emotionalem Bezug am besten. Käufer suchen keine komplizierten Innovationen, sondern praktische Lösungen für alltägliche Probleme, also Dinge, die sie verstehen, sofort einsetzen können und als wertig empfinden. Besonders gut laufen deshalb Haushalts- und Küchenprodukte, Garten- und Heimwerkerartikel, Autozubehör, Sport- und Outdoorprodukte sowie Haustierbedarf. Diese Segmente bieten große Zielgruppen, eine stabile Nachfrage und niedrige Retourenquoten. Entscheidend ist dabei nicht die Produktidee selbst, sondern wie gut das Angebot den Bedarf einer Zielgruppe deckt. Ein simpler Artikel mit guter Präsentation und sichtbarem Nutzen verkauft sich besser als ein vermeintlich geniales Produkt ohne klares Versprechen.
Warum eine Produktidee schädlich sein kann
Der Disclaimer: Schau dir das Ganze an
Ich sage es direkt: Du musst dir dieses Video komplett anschauen, sonst wirken einzelne Punkte wie Abkürzungen und können dir schaden. Das hier ist kein Clickbait. Ich habe den Ansatz selbst genutzt und über mehrere Jahre verfeinert.
Unsere Erfolge ohne Fokus auf Ideen
Die Ergebnisse sprechen für sich:
- Über 1700 Produkte mit Teilnehmern in den letzten drei Jahren gelauncht
- Mehr als 50 Produkte selbst auf Amazon eingeführt
- Fokus stets auf dem Angebot statt auf der Idee
Dieser Blickwinkel ändert alles, weil er mit dem Kunden beginnt, nicht mit Tools.
Wenn du noch keine „Das ist es!“-Idee hast
Vielleicht suchst du schon länger nach der einen Produktidee und sie kommt einfach nicht. Das liegt oft daran, dass die Suche nach Ideen allein ins Leere läuft. Der Kunde kauft keine Produktidee. Der Kunde wählt ein für ihn stimmiges Angebot, bestehend aus Produkt und Vermarktung. Genau das musst du bauen.
Was Kunden wirklich auf Amazon kaufen
Ein Angebot ist die Kombination aus Produkt, Präsentation und Nutzenversprechen. Es ist das Gesamtpaket, das eine konkrete Zielgruppe überzeugt. Kunden entscheiden sich für das Angebot, das am besten zu ihren Anforderungen passt.
Typische Kaufanlässe:
- Brotdose für Kindergartenstart
- Messerblock für eine neue Küche
- Schreibtischstuhl fürs Homeoffice
- Campingmatratze für den Sommerurlaub
- Pfanne für bestimmtes Kochverhalten
- Lampe für ein bestimmtes Zimmer
Wie Kunden einkaufen: Der Vergleich
Niemand gibt einen Suchbegriff ein und kauft reflexartig das erste Listing. Die meisten vergleichen mehrere Angebote.
So läuft es ab:
- Suchbegriff eingeben, zum Beispiel „Gartenschlauch“.
- Angebote vergleichen, Bilder scannen, Bewertungen lesen, Features prüfen.
- Das Angebot wählen, das für die eigenen Bedürfnisse am meisten Sinn ergibt.
Das beste Angebot ist subjektiv
Menschen kaufen unterschiedlich, weil Bedürfnisse unterschiedlich sind. Für den einen ist der Lederrucksack mit Metallakzenten das perfekte Stück. Für den anderen ist es der Rucksack aus recycelten Materialien, weil Nachhaltigkeit sein Hauptmotiv ist.
Das heißt: Ein gutes Angebot passt zu einer klaren Zielgruppe, nicht zu allen.
Wenn dein Angebot für niemanden das beste ist, kauft es auch niemand. Stell dir zwei nahezu gleiche Angebote vor: Welches kaufst du? Logischerweise das bessere. Genau hier liegt der Hebel. Du brauchst klare Differenzierung, sichtbar und verständlich.
Wie du das beste Angebot erschaffst
Die zwei Kernelemente: Produkt und Marketing
Ein starkes Angebot besteht aus zwei Bausteinen:
- Produkt: Das physische, ausgearbeitete Produkt mit definierten Spezifikationen.
- Marketing: Die Art, wie du das Produkt präsentierst, inklusive Bilder, Texte, Nutzenargumente und Positionierung.
Beides zusammen ergibt das Angebot. Es reicht nicht, nur eine Idee zu haben. Du brauchst eine klare Produktdefinition und eine Vermarktung, die zu einer Zielgruppe passt. Denk in einer einfachen Kette: Idee, Produkt, Angebot. Das Angebot ist das Ziel, nicht die Idee.
Die Idee ist nur der Startpunkt. Sie steht ganz unten in der Hierarchie.
- „Irgendwo hier unten ist vielleicht die Produktidee.“
- Entscheidend sind Ausarbeitung, Zielgruppe und Präsentation.
Von der Idee zum echten Produkt
Die Idee „Ich möchte Rucksäcke verkaufen“ ist wertlos. Ein echtes Produkt könnte sein: Ein Rucksack aus recycelten PET-Flaschen, mit wasserdichtem Material, klarer Formensprache, minimalistischer Optik, optimiert für Pendler.
Dieses Produkt spricht Menschen an, die Nachhaltigkeit ernst nehmen und Funktionalität schätzen.
Die Positionierung könnte sein: Marke für saubere Ozeane, pro Recycling, mit ehrlichem Design und klaren Funktionen. Bilder und Texte zeigen Alltagsszenen, urbane Umgebung, Regen, Laptopfach, Ordnung. Das ist das was letztendlich in der Vermarktung passiert. Produkt und Marketing greifen ineinander.
Der große Unterschied: Idee vs. Produkt
„Rucksäcke verkaufen“ ist keine Grundlage für ein Business. Der Kunde kauft keinen Rucksack allgemein, sondern ein bestimmtes Modell mit klaren Werten und Vorteilen. Ohne Ausarbeitung bist du austauschbar. Mit Ausarbeitung wirst du zur Wahl für eine echte Zielgruppe.
Auto-Industrie als Vergleich
Die Idee „Autos verkaufen“ ist zu breit. Die Realität: C-Klasse und S-Klasse sind verschiedene Produkte, für verschiedene Käufer, mit unterschiedlichen Angeboten.
- Gleiche Basis: vier Räder, Motor, Karosserie
- Unterschiedliche Positionierung: Komfort, Ausstattung, Status, Einsatz
Baue von Anfang an Produkt plus Angebot. Das was wertvoll ist, ist aus der Idee ein Produkt zu erschaffen, das zu einer Zielgruppe passt und sichtbar besser zu deren Bedarf passt als Alternativen.
Zielgruppe im Blick behalten
Du musst die Zielgruppe früh sehen. Wenn du eine Marke für saubere Ozeane aufbauen willst, brauchst du Käufer, die genau das wollen. Gibt es sie nicht, funktioniert das Produkt nicht. Marketing auch nicht. Risiken:
- Du entwickelst an der Nachfrage vorbei
- Bilder sprechen die falschen Leute an
- Deine Conversion bleibt niedrig, trotz guter Technik
Ein detailliertes Beispiel: Zelte verkaufen
Mit der Aussage „Ich will Zelte verkaufen“ kannst du keinen Hersteller briefen. Du brauchst Spezifikationen:
- Größe, Gewicht, Form
- Material und Wassersäule
- Farbe, Aufteilung, Vorzelt ja oder nein
- Pop-up oder klassischer Aufbau
- Haken, Nähte, Reißverschlüsse, Gestänge
Ohne diese Details bekommst du kein Produkt, das zu deinem Angebot passt.
Rückwärtsdenken: Vom Angebot zum Produkt
Frag dich zuerst: Welches Angebot will der Kunde sehen? Das Finale, das er im Listing wahrnimmt. Dazu gehören Produktdetails und eine Vermarktung, die Bedürfnis, Nutzen und Situation abholt.
Beispiel: Extrem-Bergsteiger vs. Familie am Bodensee.
- Bergsteiger: leicht, robust, windstabil, kleiner Footprint
- Familie: geräumig, einfache Handhabung, guter Schlafkomfort, trockener Eingangsbereich
Wenn du das weißt, definierst du Produktspezifikationen passend zum Bedarf und baust darauf eine stimmige Präsentation.
Marketing-Anpassung
Was spricht die Zielgruppe an?
Visueller Kontext, Sprache und Beispiele müssen zur Zielgruppe passen. Das Festival-Foto schreckt Familien ab. Ein windumtoster Grat schreckt Freizeitcamper ab. Nutze Bilder, die typische Anwendungsszenen zeigen, die gewünschte Zielgruppe erlebt.
Arbeite die wichtigsten Kaufgründe heraus:
- Was will der Kunde sehen?
- Welche Funktionen lösen echte Probleme?
- Welche Bilder ziehen ihn an?
- Welche Bulletpoints geben Sicherheit?
Pack das in deine Präsentation, präzise und konsistent.
Weitere Beispiele für Angebote
Die Pfanne: Zwei ähnliche Produkte, zwei Angebote
Grillpfanne für Fleischliebhaber
Ein Anbieter zeigt Feuer, Grillmuster, saftiges Steak. Er spricht Menschen an, die Fleisch auf den Punkt braten wollen, mit der passenden Struktur der Pfanne, kratztfester Beschichtung und Hitze-Performance.
Vegane Pfanne für Gemüse
Der andere zeigt Brokkoli, bunte Gemüsepfannen, Aufläufe, Ölarmut, schonendes Garen. Er adressiert Käufer mit Fokus auf gesunde Küche, Balance und Alltagstauglichkeit. Ganz anderes Angebot mit anderer Zielgruppe.
Warum das Produkt ähnlich, aber das Angebot verschieden ist
Die beiden Pfannen können sich technisch ähneln. Die Kombination aus Features, Botschaft, Bildern und Nutzenversprechen macht sie im Markt zu zwei unterschiedlichen Angeboten. Genau das entscheidet über die Kaufentscheidung.
Der Prozess: Rückwärts auflösen
Von Kundenbedürfnis zur Umsetzung
Starte bei der Nachfrage, nicht beim Tool. Analysiere Zielgruppe, Situation, Kaufmotive, Einwände. Danach leitest du notwendige Produkteigenschaften ab und definierst die Vermarktung: Bilder, Texte, Markenstory, Social Proof. So entsteht ein Gesamtbild, das in sich schlüssig ist.
Komplexität des vollen Prozesses
Der gesamte Prozess ist umfangreich: Recherche, Zielgruppenarbeit, Spezifikationen, Muster, Tests, Launch, Optimierung. In einem kurzen Format lässt sich das nicht komplett abbilden. Die komplette Methode erkläre ich ausführlich in meinem Buch und in unseren Programmen.
Wenn du tiefer einsteigen willst, findest du im Buch die Grundlogik kompakt aufbereitet: Mein Buch über E-Commerce und FBA. Für individuelle Umsetzung arbeite ich mit meinem Team im Training 1:1 mit dir.
Warum das besser funktioniert
Der Mindset-Shift, weg von der Idee hin zum Angebot, spart Zeit und Geld. Er reduziert Konkurrenzdruck, weil du nicht kopierst, sondern zielgerichtet entwickelst. Teilnehmer, die diesen Ansatz nutzen, kommen schneller zu validen Produkten und bauen nachhaltige Listings auf.
Vermeide gängige Fehler
Preisunterbidding und Konkurrenz
In 9 von 10 Fällen führt „gleiche Idee, gleiches Produkt“ zum Preiskampf. Du ziehst den Preis runter, andere ziehen mit. Am Ende bleiben kaum Marge und hohe PPC-Kosten, während die Conversion niedrig bleibt. Das ist keine Strategie, sondern ein Notfallmodus.
Fehlende Einzigartigkeit
Wenn dein Angebot beliebig wirkt, gibt es keinen Grund zu kaufen. Kunden springen zu Listings mit klaren Vorteilen. Typische Fallen:
- Gleiche Bilder wie die Konkurrenz
- Unklare Positionierung
- Keine spezifischen Nutzenargumente
- Features ohne Bezug zum Bedarf
Falsche Suche mit Tools
Tools sind hilfreich, wenn du ein Angebot entwickeln willst. Sie sind gefährlich, wenn du damit nur Ideen jagst. Jeder am Ende des Tages die gleichen Produktideen hat. Nutze Tools zur Validierung, nicht als Ideenausschüttung ohne Konzept.
Praktische Tipps für den Start
Überlege das Endangebot zuerst
Denk vom Ziel her: Was sieht der Kunde im Listing? Welche Bilder, welche Botschaften, welche Kernfunktionen? Formuliere dein Angebot schriftlich, so konkret wie möglich. Dann arbeitest du rückwärts und definierst das Produkt passend zu diesem Ziel.
Analysiere Nachfrage und Zielgruppe
Stelle sicher, dass es echte Nachfrage gibt. Prüfe, welche Lücken im Angebot bestehen und welche Kundensegmente unterversorgt sind.
- Bedürfnisse identifizieren und priorisieren
- Produktspezifikationen daran ausrichten
- Marketing auf diese Bedürfnisse zuschneiden
Hersteller-Kontakt vorbereiten
Geh nie mit vagen Aussagen zu Lieferanten. Bereite Spezifikationen und Anforderungen vor, damit du Muster bekommst, die deine Zielgruppe glücklich machen. Beim Zelt wären das Größe, Wassersäule, Gewicht, Gestänge, Farbe, Packmaß, Zubehör.
Erfolgsfaktoren im Amazon FBA
Produkt ausarbeiten
Ein gutes Produkt löst ein konkretes Problem und passt anwendungsnah zum Nutzer. Es hat definierte Spezifikationen und Qualität, die du testen kannst. Ohne diese Ausarbeitung bleibt alles schwammig.
Marketing als Schlüssel
Präsentation verkauft. Bilder, Titel, Bullets, A+ Content, Story, Social Proof und Markenauftritt müssen zusammenpassen. Zeig Nutzungssituationen, die dein Kunde wirklich erlebt. Kläre Einwände direkt im Listing.
Gesamtes Angebot als Ziel
Am Ende zählt das Gesamtpaket. Die Idee ist austauschbar, das ausgearbeitete Angebot ist kaufentscheidend. Das ist das was wirklich zählt.
Unsere Erfahrungen und Empfehlungen
Wie wir 1700+ Produkte launchten
Ich habe diesen Ansatz selbst immer wieder angewandt, mit eigenem Risiko und echtem Feedback aus dem Markt. In den letzten drei Jahren habe ich mit Teilnehmern über 1700 Produkte gelauncht und selbst mehr als 50 Produkte eingeführt. Jedes Mal stand das Angebot im Fokus, nicht die Idee. Diese Denkweise macht den Unterschied zwischen Zufallserfolg und wiederholbarem Prozess.
Buche ein kostenloses Erstgespräch
Wenn du dein Amazon FBA Business starten oder skalieren willst und genau diesen Angebots-Ansatz sauber umsetzen möchtest, buche dir ein kostenfreies Erstgespräch. Du erreichst mein Team und mich über FBA Unstoppable: kostenloses Erstgespräch oder über Ecommerce.de: Beratung und Programme. Es ist das gleiche Team, nur zwei Domains.
Lerne mehr im Buch oder Training
Die gesamte Methode, mit Praxis und Vorlagen, findest du in meinem Buch. Wenn du Schritt für Schritt begleitet werden willst, ist das Training die beste Abkürzung. Mehr dazu hier: Mein Buch auf Ecommerce.de. Wenn du bereits Umsatz machst und skalieren willst, findest du weitere Strategien auf FBA Skalieren.
Abschließende Gedanken zum Mindset
Vergiss die Jagd nach der perfekten Produktidee. Baue ein Angebot, das für eine konkrete Zielgruppe klar besser ist. So findest du das passende Produkt und die passende Vermarktung viel schneller. Starte vom Kunden, arbeite dich zurück zum Produkt, und setze auf klare Differenzierung. Danke fürs Lesen, ich freue mich auf dein Feedback und wünsche dir viel Erfolg beim Aufbau deines FBA Business.
Grundlagen




