Amazon Shop eröffnen – das musst Du beachten

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Ein eigener Onlineshop ist eine verlockende Sache – allerdings frisst er auch eine Menge Zeit und Geld. Um diesen hohen zeitlichen und finanziellen Aufwand zu umgehen, setzen viele Onlinehändler auf Amazon. Der Branchenriese im Bereich E-Commerce bietet die Möglichkeit, schnell und unkompliziert einen eigenen Amazon Shop zu eröffnen – und darüber weltweit Produkte zu vertreiben. So werden Verkäufer in die Lage versetzt, über Amazon Kunden zu akquirieren. 

Im Folgenden soll es darum gehen, wie interessierte Onlinehändler ganz einfach ihren eigenen Amazon Shop eröffnen können. Was wird benötigt, welche Punkte verdienen besondere Beachtung und wie muss man vorgehen?

Ecommerce.de Amazon Shop eröffnen

Welche Vorteile ein eigener Amazon Shop bietet

Mit Millionen von Kunden in mehr als 180 Ländern ist Amazon zweifellos der weltweit größte Onlinehändler. Neben den eigenen Produkten setzt der Versandriese dabei auch zunehmend auf Produkte von Drittanbietern. Onlinehändler, die ihre Produkte über einen eigenen Amazon Shop verkaufen, profitieren dabei von einer immens großen Reichweite, weil sie ihre Waren auf einer Plattform platzieren können, die bereits enorme Bekanntheit genießt. 

Außerdem fallen im Vergleich zu einem eigenen Onlineshop geringere Kosten an. Verkäufer können ihre Produkte direkt von Amazon lagern und verwalten lassen. Sogar die Logistik kann gegen eine zusätzliche Gebühr von Amazon übernommen werden. Für die Eröffnung eines eigenen Amazon Shops wird kein technisches Wissen benötigt. Alles, was interessierte Verkäufer brauchen, ist ein Computer mit Internetverbindung.

Was vor der Eröffnung wichtig ist

Bevor Onlinehändler bei Amazon ihren eigenen Shop eröffnen, sollten sie zunächst einen Gewerbeschein besitzen. Zudem müssen sie sich darüber im Klaren sein, dass sie dazu verpflichtet sind, ihre Einnahmen zu versteuern. Sobald die Grundvoraussetzungen stehen, ist es an der Zeit, sich mit den verschiedenen Shop-Modellen auseinanderzusetzen, die Amazon anbietet. 

Je nach Modell fallen auch die Gebühren unterschiedlich aus. Grundsätzlich kann zwischen einem Basis- und einem Powerseller-Konto gewählt werden. Das Basis-Konto richtet sich an Onlinehändler, die noch nicht viel Erfahrung im E-Commerce gesammelt haben – und dementsprechend nur wenige einzelne Produkte im Monat über Amazon verkaufen möchten. Dadurch fallen die Kosten für dieses Shop-Modell natürlich auch niedriger aus: Gezahlt wird nur, wenn auch tatsächlich Produkte verkauft werden – dann fallen 0,99 Euro an. Die Provision liegt bei sieben bis 15 Prozent des Verkaufspreises zuzüglich Umsatzsteuer. Bis zu 40 Produkte im Monat können über das Basis-Konto verkauft werden. 

Wer merkt, dass er damit auf Dauer nicht auskommt, kann später immer noch zum Powerseller-Konto upgraden. Dieses Shop-Modell ist auf den professionellen Verkauf ausgelegt, weshalb Verkäufer auf Wunsch auch den Service, die Lagerung und den Versand über Amazon abwickeln lassen können. Für das Powerseller-Konto entfällt eine monatliche Abogebühr in Höhe von 39 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer. Die Provision liegt auch hierbei sieben bis 15 Prozent pro Produkt.

Schritt für Schritt einen eigenen Amazon Shop einrichten

Sobald Verkäufer sich für ein Shop-Modell entschieden haben, ist es an der Zeit, den eigenen Amazon Shop zu eröffnen. Dafür sind nur wenige Schritte erforderlich. Der erste Schritt ist das Einloggen bei Amazon – sofern noch kein Amazon-Konto besteht, ist nun der Zeitpunkt gekommen, es einzurichten. In der oberen Leiste findet sich der Button „Verkaufen“, über den interessierte Onlinehändler auf eine neue Seite gelangen. Hier können sie sich zwischen dem Basis- und dem Powerseller-Konto entscheiden. Anschließend führt Amazon Schritt für Schritt durch den Prozess. Alle relevanten Daten wie Unternehmensform, Handelsregisternummer, Unternehmensvertreter und Zahlungsinformationen werden nach und nach abgefragt. Um ihre Identität zu bestätigen, sollten Verkäufer hier unbedingt ein Ausweisdokument bereithalten. 

Am Ende wird der Amazon Shop noch benannt – schon kann theoretisch mit dem Verkaufen losgelegt werden. Allerdings wird Amazon im Zuge der Zwei-Schritt-Verifizierung noch einige Dokumente, so zum Beispiel die Gewerbeanmeldung, verlangen. Sie können schnell und unkompliziert über das eigene Amazon-Profil hochgeladen werden. Anschließend ist es an der Zeit, die eigenen Produkte im neuen Amazon Shop hochzuladen. Hierbei ist auf die Verwendung der richtigen Keywords zu achten, sodass die Produkte am Ende auch ohne Probleme von potenziellen Kunden gefunden werden.

Fazit: Es lohnt sich!

Es bleibt festzuhalten, dass es grundsätzlich gar nicht so schwer ist, einen eigenen Amazon Shop zu eröffnen – vorausgesetzt, einige Grundvoraussetzungen sind erfüllt. Zum einen müssen interessierte Onlinehändler natürlich einen Gewerbeschein besitzen. Zum anderen ist es wichtig, dass sie sich über ihre steuerlichen Pflichten im Klaren sind. Der entscheidende Vorteil eines eigenen Amazon Shops ist, dass ohne großes Startkapital und mit wenigen Vorkenntnissen ein eigenes Business gestartet werden kann. Hier zeigt sich schnell: Es kann sich tatsächlich lohnen!

Über den Verfasser

Nicklas Spelmeyer

eCommerce.de Consulting GmbH

Aus einem WG Zimmer heraus begann Nicklas vor über 4 Jahren selbst damit eigene Produkte über das Internet zu verkaufen. Dabei entwickelte er eigene Strategien, dachte E-Commerce neu und erreichte in Monaten, was andere in Jahren nicht erreichen konnten.

Angetrieben davon sein Wissen mit anderen zu teilen und Menschen dabei zu helfen sich etwas Eigenes aufzubauen gründete er die eCommerce.de Consulting GmbH und betreut bis Dato über 1000 Unternehmer und Selbstständige.

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