Viele Amazon Seller schmeißen Monat für Monat Geld aus dem Fenster, nur weil sie drei einfache Dinge nicht tun. Das ist, ohne Witz, extremst dämlich. Denn hier geht es nicht um fancy Tricks, sondern um Basics, die jeder umsetzen kann. Ich zeige dir, wie du mit wenig Aufwand mehr Umsatz, mehr Gewinn und mehr Stabilität in dein Geschäft holst. Und am Ende gibt’s noch einen Bonus-Hack, mit dem Amazon dir bares Geld zurücküberweist.
In diesem Beitrag erfährst du:
- Warum du erfolgreiche Produkte gezielt kopieren solltest, statt ständig Neues zu suchen.
- Wie du ein sinnvolles Sortiment um deine Zielgruppe herum aufbaust, das deinen Umsatz pro Kunde explodieren lässt.
- Weshalb Multi-Plattform-Vertrieb heute Pflicht ist, um unabhängig zu sein und günstiger einzukaufen.
- Bonus: Wie du dir Geld von Amazon zurückholen kannst, das dir ohnehin zusteht.
Alles hier kommt aus der Praxis. Ich arbeite mit über 1.500 Händlern und sehe jedes Jahr Umsätze im hohen neunstelligen Bereich. Diese drei Hebel funktionieren für Einsteiger und Profis.
Warum Amazon-Seller oft Geld aus dem Fenster werfen
Nach dem ersten oder zweiten Launch kommt fast immer die gleiche Grübelei: Wo finde ich das nächste Produkt mit hoher Marge und wenig Aufwand? Welche Nische lohnt sich? Statt monatelang zu tüfteln, liegt die Antwort oft direkt vor dir. Du hast bereits Daten und echte Käufer. Frag dich: was bringt dir diese Information aus deinem ersten Erfolg, wenn du sie nicht skalierst?
Ein Beispiel macht es greifbar: Angenommen, ein Produkt macht 50.000 Euro Umsatz im Monat bei 20 Prozent Marge. Das sind 10.000 Euro Gewinn. Warum nicht die gleiche Logik nochmals anwenden, mit Varianten und einem zweiten Listing?
Der Wert eines erfolgreichen Produkts
Ein Produkt, das funktioniert, liefert mehr als nur Gewinn. Es verschafft dir Wissen: Einkaufspreise, Verkaufspreise, Werbekosten, Klickpreise, Conversion Rates, Retourenquote, erste Bewertungen, Kundenwünsche. Du kennst echte Kaufmotive, nicht nur Toolsignale.
Stell dir vor, du wärst dein eigener Konkurrent. Du würdest den Erfolg einfach noch einmal machen, nur etwas anders. Genau das ist der Punkt: Der kürzeste Weg zu mehr Umsatz ist oft, das Bestehende zu multiplizieren.
Tipp 1: Kopiere deine erfolgreichsten Produkte
Schau dir Marken wie Nike an. Wenn ein Schuhkonzept funktioniert, erscheinen Varianten: Stollenschuhe, Laufschuhe, Indoorschuhe. Nicht, weil ihnen nichts Neues einfällt, sondern weil der Markt da ist. Übertrag das auf Amazon: Sobald du weißt, dass Zielgruppe, Preispunkt und Positionierung sitzen, skaliert eine Variante meist schneller als ein völlig neues Produkt.
Vorteile auf einen Blick:
- Du kennst deine Kostenstruktur.
- Deine Zielgruppe ist klar.
- Bewertungen und Social Proof sind schon da.
- Du hast einen massiven Wissensvorsprung vor neuen Sellern.
In meiner Community stammen 50 bis 60% der Umsätze genau aus diesem Prinzip: das, was läuft, noch einmal machen. Wir sprechen hier über mehr als 1.500 Händler und viele hundert Millionen Euro Umsatz pro Jahr.
Wie du deine Produkte kopierst
So gehe ich vor:
- Analysiere dein Top-Produkt: Marge, Retouren, Rezensionen, häufige Fragen.
- Sprich mit deinem Hersteller über Varianten: andere Größen, Set-Größen, Material-Optionen, Features, Farbwelten.
- Wähle schnelle Anpassungen, die Lager und Einkauf kaum verkomplizieren.
Praktische Beispiele:
- Rucksackmarken haben nicht einen Rucksack, sondern Daypacks, Trekking, Office, minimalistische Modelle.
- Angelhersteller bieten Karpfen-, Zander- und Barschruten, nicht nur eine Angel.
Weitere Ideen:
- Bundle-Variante mit Zubehör.
- Premium-Variante mit besserem Material.
- Value-Variante mit kleinerem Lieferumfang für einen tieferen Einstiegspreis.
Wenn du Varianten planst, hilft dir saubere Darstellung auf dem Listing. Gute Bilder und klare Differenzierung sind Pflicht. Ein hilfreicher Artikel, wie du Produktbilder konzipierst und nicht plump kopierst, ist hier: Perfekte Amazon Produktbilder: Die Strategie für maximale Konversion.
Risiken minimieren und Return maximieren
Varianten auf Basis eines Winners bedeuten wenig Risiko, wenig Aufwand, maximale Chance auf Return. Du kennst den Markt schon, du musst keinen neuen Preiskampf lernen. Große Marken skalieren so seit Jahrzehnten. Du musst das Rad nicht neu erfinden, du nutzt vorhandene Traktion.
Häufige Fehler vermeiden
Warum machen das so wenige? Weil sie oft zu sehr nach dem nächsten großen Ding suchen, statt das Naheliegende zu nutzen. Der typische Fehler ist, beim selben Hersteller einfach nicht daran denken, ein leicht anderes Produkt zu ordern.
Mein Rat: Starte mit der Kopie deines besten Artikels. Plane die erste Variante heute. Setz sie als nächstes Projekt in deinen Kalender. Jeder Monat Verzögerung kostet dich wahrscheinlich Gewinn.
Wenn du trotzdem neu recherchieren willst, dann mach es effizient. Hier sind solide Ansätze für Produktrecherche: Gute Amazon FBA Produkte finden in 2025 und Die 7 besten Strategien, um profitable FBA-Produkte zu finden.
Tipp 2: Baue ein Sortiment um deine Zielgruppe auf
Denk an echte Läden: Outdoor, Camping, Baumarkt, Baby-Fachgeschäft. Keiner verkauft nur ein einzelnes Produkt, sie verkaufen für eine Zielgruppe. Ikea ist das beste Beispiel. Du gehst für ein Sofa rein und kommst mit einem Sofa, Stühlen, Deko, einer Lampe und Küchenkram wieder raus. Warum? Weil du alles, was du brauchst, an einem Ort findest. Genau darum geht es: Umsatz pro Kunde steigern.
Dieses Prinzip funktioniert online genauso gut. Wer einmal bei dir kauft, ist offen für Ergänzungen, die sein Hauptprodukt sinnvoll machen, schöner oder sicherer.
Warum Amazon-Seller das ignorieren
Amazon erlaubt einen Start mit einem Artikel. Das ist gut. Aber viele bleiben jahrelang in diesem Modus. Sie denken nur in Einzelprodukten, nicht in Marken oder Sortimenten. Die Folgen sind klar:
- Hohe Werbekosten bleiben hoch, weil du den Warenkorbwert nicht erhöhst.
- Keine Kundenbindung, weil es nichts gibt, das der Kunde als Nächstes bei dir kaufen kann.
Dabei braucht es kein Sortiment mit 100 Artikeln. Ein zweistelliges, durchdachtes Line-up reicht völlig.
So baust du dein Sortiment auf
Starte mit deiner Zielgruppe, nicht mit dem Produkt. Wenn du Fahrräder verkaufst, sind Schlösser, Helme, Pumpen, Lichtsets offensichtliche Ergänzungen. Verkaufst du einen Kinderhochstuhl, passen Lätzchen, Tischunterlagen oder Babybesteck perfekt.
So gehe ich vor:
- Identifiziere ergänzende Produkte, die oft zusammen gekauft werden.
- Prüfe kurz Marktgröße, Wettbewerb und Preispunkt. Es muss nicht der nächste Bestseller sein, wichtig ist Cross-Selling-Potenzial.
- Sprich deinen Hersteller an. Zubehör braucht selten einen krassen USP. Es reicht, dass Qualität, Preis und Lieferfähigkeit stimmen.
Die Vorteile:
- Du senkst Werbekosten, weil du pro Kunde mehr Umsatz machst.
- Du steigerst deine Gewinne, weil Folgekäufe oft günstiger akquiriert werden.
- Du bindest Kunden an deine Marke, weil du mehrere Probleme für sie löst.
Ein Praxisbild hilft: Stell dir vor, du fischst Thunfisch, also deine Hauptprodukte. Im Netz bleibt neben dem Hauptfang immer Beifang hängen. Das ist dein Zubehör. Nicht jeder Artikel muss der Star sein. Er muss dem Hauptprodukt dienen und sich sauber mitverkaufen lassen.
Wenn du noch Input zu Positionierung und USPs brauchst, schau dir diesen Beitrag an: Amazon FBA USP finden: Mit diesen 8 Faktoren dominierst du. Er hilft dir, Sortimentsteile sinnvoll voneinander abzugrenzen, ohne dich zu verzetteln.
Cross-Selling auf Amazon nutzen
Amazon selbst bietet dir Flächen, um eigene Produkte zu bewerben, etwa über Storefronts, A+ Content und Produkt-Sets. Platziere deine Ergänzungen sichtbar. Sobald du später einen eigenen Shop aufbaust oder E-Mails sammelst, wird Cross-Selling noch einfacher. Du brauchst dann keine bezahlte Reichweite, um Bestandskunden erneut zu erreichen.
Häufige Fallstricke und wie du sie meidest
Vermeide zwei Extreme: keine Ergänzungen zu haben oder dich mit 100 Artikeln zu überladen. Ein Sortiment mit einem klaren roten Faden ist das Ziel. Ich sehe, dass 70 bis 80 Prozent der Seller nur in Einzelartikeln denken. Damit ist Markenaufbau super schwierig. Fang klein an, aber plan bewusst mehrere passende Produkte.
Viele Strategien aus den letzten Jahren funktionieren immer noch, wenn du sie sauber umsetzt. Ein guter Überblick, wie du nachhaltig auf Amazon verkaufst, ist hier zu finden: Verkaufen auf Amazon: Strategien, die wirklich tragen.
Tipp 3: Werde ein Multi-Plattform-Seller
Fokus ist gut, vor allem am Anfang. Aber heute gibt es so viele Marktplätze und Tools, dass du mit wenig Mehraufwand zusätzliche Kanäle bespielen kannst. Statt Single Plattform Seller solltest du zum APEX werden, also All Platform E-Commerce Seller. Das senkt dein Risiko, erhöht deinen Cashflow und macht dich im Einkauf stärker.
Beispiele für andere Plattformen
Konkretes Beispiel aus meinem Alltag: Wir verkaufen Fahrradzubehör nicht nur auf Amazon, sondern auch auf Decathlon. Ergebnis: 15.000 bis 20.000 Euro Umsatz pro Monat, ohne jegliche Werbung, mit knapp 40 Prozent Marge. Das sind fast 10.000 Euro Gewinn, on top. Aufwand pro Woche: vielleicht 10 Minuten, weil wir die Listings und Inhalte praktisch 1 zu 1 übernehmen.
Weitere Plattformen, die sich lohnen können:
- Baumarkt-Artikel zu Hornbach oder OBI.
- Generalisten wie Otto, Kaufland, eBay.
- Möbel und Wohnen zu Home24.
Natürlich ist keine Plattform so groß wie Amazon. Aber genau das ist der Punkt. Du nimmst Umsatz mit, der dich nichts extra kostet, und streust dein Risiko. Viele Tools helfen dir beim Listing-Management, ohne dass du ein Team brauchst.
Vorteile des Multi-Plattform-Verkaufs
- Zusätzlicher Umsatz ohne Ads, weil du bestehende Inhalte recycelst.
- Unabhängigkeit von Amazon, falls dort mal etwas klemmt.
- Bessere Einkaufskonditionen, weil du insgesamt mehr Ware abnimmst.
- Indirekter Boost für Amazon, weil mehr Cash dir mehr Produktentwicklung, bessere Bilder und größere Einkaufslose ermöglicht.
Nach einer Weile merkst du, dass dich die zusätzlichen Kanäle gelassener machen. Du bist nicht mehr einer Policy ausgeliefert. Und du siehst Chancen, die anderen entgehen.
So startest du durch
- Wähle 1 bis 2 Plattformen, die wirklich zu deinem Sortiment passen.
- Kopiere deine besten Listings inklusive Bilder, Titel, Bullets und Struktur.
- Starte ohne bezahlte Werbung, sammle erst organische Sales ein.
- Nutze einfache Tools für PIM, Bestandsabgleich und Auftragsabwicklung, damit du nicht in Excel versinkst.
Wenn du Produktideen suchst, die sich kanalübergreifend tragen, helfen diese Ressourcen beim schnellen Screening: Gute Amazon FBA Produkte finden in 2025 und Amazon FBA-Produkte finden: 7 Strategien.
Bonus-Hack: Hole dir Geld von Amazon zurück
Amazon ist riesig, die Logistik ist komplex. Dabei gehen Artikel verloren, werden falsch eingebucht oder beschädigt. Das passiert nicht jeden Tag, aber jeden Monat ein wenig. Money-Back-Tools prüfen deine Bestände und Abrechnungen und fordern Rückerstattungen an, auf die du Anspruch hast. Kurz gesagt: Du bekommst Geld, ohne etwas verkaufen zu müssen.
Wie viel kannst du erwarten?
Je nach Größe deines Accounts sind das oft ein paar hundert Euro pro Monat. Wenn du mehr Umsatz drehst, können es auch mehrere tausend Euro sein. Das ist Cash, das direkt auf dein Konto geht. Ohne Ads, ohne Launch, ohne Aufwand im Tagesgeschäft.
Wie du das praktisch angehst
Es gibt Services, die sich auf Rückerstattungen spezialisiert haben. Sie gehen in deinen Seller-Account, identifizieren Lücken und stellen die Anträge. Das Modell ist meist performancebasiert, du zahlst nur, wenn Geld zurückkommt. Für dich heißt das: Geld geschenkt bekommen, wenn du es vorher liegen gelassen hast.
Ein zweiter Hebel, der oft unterschätzt wird: Nutze deine Produktverpackung als Werbefläche. Deine Box ist die beste Stelle, um Zubehör zu zeigen oder einen Gutschein für ein passendes Folgeprodukt anzubieten. Ein Beispiel aus meiner Praxis: In einer Marke mit Gusseisenprodukten haben wir einen kleinen Katalog beigelegt, der Rezepte und passende Produkte zeigte. Ergebnis: 6 bis 7 Prozent zusätzlicher Umsatz, monatsweise im sechsstelligen Bereich, also 20.000 bis 40.000 Euro extra. Der Katalog wurde einmal produziert und hat dann konstant mitverkauft.
Wenn du generell Tools für dein Amazon-Business suchst, schau dir gerne das Paket hier an, inklusive Gutscheincodes: Helium 10 sichern, Tools und Rabatt nutzen.
Abschließende Gedanken und Aufruf zum Handeln
Du hast jetzt drei klare Schritte: Kopiere deinen Winner, baue ein Sortiment für deine Zielgruppe und werde Multi-Plattform-Seller. Dazu der Bonus-Hack, mit dem du dir Erstattungen sicherst und deine Verpackung zur Verkaufsmaschine machst. Das sind einfache Stellschrauben, die in der Praxis seit Jahren Geld bringen.
Mach dir eines klar: Ideen bringen nichts ohne Umsetzung. Wähle heute die erste Variante deines besten Produkts. Skizziere zwei Zubehörartikel, die du sinnvoll mitverkaufen kannst. Öffne die nächste Plattform, die zu deinem Sortiment passt. Kleine Schritte, große Effekte. Am Ende geht es darum, mit jedem Kundenkontakt mehr Wert zu schaffen und mehr Gewinn im Unternehmen zu lassen.
Wenn du dein Business richtig starten oder skalieren willst und bereit bist, Zeit und Geld zu investieren, hol dir Unterstützung. Sichere dir ein Erstgespräch und klare Schritte für dein Setup über mein Programm: Ecom Business starten und skalieren. Oder schreib mir direkt auf Instagram: @nicklas_spelmeyer.
Mehr Infos zu mir und meinen Unternehmen findest du hier: ecommerce.de. Rechtliches gibt es im Impressum. Dieses Format enthält Eigenwerbung, weil ich dich schneller zum Ziel bringen will. In diesem Sinne, setz um, bleib dran und viel Erfolg und ciao.
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