In 1,5 Jahren finanziell frei mit Amazon FBA: Mein System, meine Fehler, meine Learnings

Inhaltsverzeichnis

Wir passen auf, was wir essen, wir achten auf Bewegung und trinken vielleicht weniger Cola. Aber kaum jemand achtet bewusst darauf, welche Informationen er täglich in sich reinlässt. Für mich sind diese Informationen das allerwichtigste, sie entscheiden darüber, ob wir im Leben vorankommen. Genau deshalb zeige ich heute, wie ich Amazon FBA aufgebaut habe, warum physische Produkte die fairste Chance bieten und wie du realistisch startest, ohne dich zu verbrennen.

Die Wichtigkeit der Informationen, die wir konsumieren

Die Szene, die mich zum Nachdenken gebracht hat: Düsseldorfer Kiosk, jemand scrollt auf dem Handy durch die Bild-Zeitung, springt zu Instagram, kauft einen Apfel, fertig. Total langweilige Story, aber sie sagt viel aus. Wir filtern Lebensmittel, aber kaum Inhalte. Dabei sind Inhalte der Treibstoff für Entscheidungen, Ziele und Umsetzung.

E-Commerce ist ein Buzzword, jeder hat dazu eine Meinung. Ich möchte dir zeigen, wie ich arbeite, wie ich denke und wie ich es geschafft habe, über 1.000 Produkte auf Amazon in den Markt zu bringen, oft gemeinsam mit Kunden. Und ja, die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass du schon einmal ein Produkt von mir oder einem meiner Klienten gekauft hast, ohne es zu wissen.

Ein paar typische Alltagsartikel, die jeder kennt:

  • Handyzubehör
  • Küchen- und Haushaltsartikel
  • Haustierbedarf
  • Camping- und Outdoor-Tools

Inspiration aus der Höhle der Löwen

Viele fassen den Entschluss, während sie „Höhle der Löwen“ schauen:

  1. Alltagsprodukte sehen
  2. Denken: Das könnte ich auch
  3. Dann die Umsetzung liegen lassen

Ich bin im unteren Mittelstand groß geworden, ohne Unternehmer-Background. Zuhause hieß es oft: bloß nicht selbstständig machen. Der Teufel an der Wand hat viele Jahre verschreckt. Trotzdem habe ich Menschen bewundert, die mit einfachen Produkten Geld verdienen. Ich liebe gute Produkte, ich kaufe gerne ein und dachte mir: Warum nicht selbst?

Die meisten bleiben im Tunnel stecken:

  • Angst vor dem ersten Schritt
  • Keine klare Methode
  • Verpassen von Chancen durch Warten

Warum ich auf physische Produkte setze

Es geht hier um echte, greifbare Dinge, nicht um Dienstleistungen, nicht ums Coaching, nicht ums Influencer-Dasein. Ich liebe physische Produkte, weil:

  • jeder starten kann, unabhängig von Alter, Geschlecht, Optik oder Herkunft
  • Kunden dein Produkt kaufen, nicht dich als Person
  • du nebenberuflich ernsthafte Umsätze erzielen kannst, ohne Zeit gegen Geld zu tauschen

Physische Produkte vs. Dienstleistungen

Kriterium Physische Produkte Dienstleistungen
Skalierung Einmal aufgesetzt, viele Verkäufe möglich Kapazität an Zeit gebunden
Aufwand pro Einheit 100 oder 500 Stück, ähnlicher Aufwand Mehr Kunden, mehr Zeit
Abhängigkeit von dir Gering, Produkt verkauft Hoch, du erbringst die Leistung
Verkaufssystem Automatisierbar mit FBA Schwer automatisierbar

Viele träumen vom passiven Einkommen. Ich halte davon wenig. Passiv ist nur geerbtes Kapital mit Verwalter. Was funktioniert: Fokus auf Produktfindung und Marketing, nicht stundenlang Päckchen kleben. Logistik, Service und sogar Vertrieb lassen sich auslagern.

Vorteile in der Praxis:

  • wenig Personalbedarf möglich
  • hoher Hebel auch als Solo-Gründer
  • Fokus auf Kernaufgaben: Produkt, Vermarktung, Daten

Wenn du neu bist, hilft der offizielle Einstieg sehr. Der Anfängerleitfaden von Amazon gibt dir ein solides Grundgerüst.

Meine Reise: Vom 9-to-5-Job zur Freiheit

Gestartet habe ich in einem WG-Zimmer mit einem Laptop, mein Bett war aus Bierkisten gebaut, Oettinger-Kisten, kein Witz. Ich habe neben meinem Hauptjob angefangen. Es war eng, aber klar.

Ich war im größten Mercedes-Werk in Bremen, Halle 93, sicherer Job, 30 Urlaubstage. Ich war solide bezahlt, aber nicht happy. Die Mittelschicht hat mich nicht erfüllt. Also habe ich aufgebaut, während andere auf dem Sofa waren.

Fünf Jahre später habe ich viele meiner Ziele erreicht: 1,5 Jahre in Asien gearbeitet, nicht nur gereist, sondern mein Business geführt. Wir haben ein Event mit rund 250 Kunden gemacht. Ich habe Content mit Dirk Kräuter aufgenommen. Ich habe mir einen eigenen Mercedes geholt und ein Team aufgebaut, mit dem ich gern arbeite.

Meine Top-Ziele, die ich abgehakt habe:

  1. Ortsunabhängig arbeiten
  2. Eigenes Event mit Community
  3. Mentoren-Content produzieren
  4. Starkes Team und eigene Marke

Ich komme aus Oldenburg, baue seit 2017 FBA auf, über 50 eigene Produkte, ca. 300.000 Euro Monatsumsatz. Heute führe ich mehrere Gesellschaften in Handel, Coaching, Software und eine Foto- und Filmagentur für Produktbilder in Kassel. Meine Plattform ecommerce.de hilft Einsteigern und Profis, klare Systeme umzusetzen. Wir haben im Handel zuletzt 6 Mio. Jahresumsatz gemacht und über 600 Menschen in die Selbstständigkeit begleitet. Werte: Klarheit, Ehrlichkeit, Ergebnisse.

Das Fundament des E-Commerce verstehen

E-Commerce ist simpel, wenn du das Grundmodell verstehst: Produkt beim Lieferanten einkaufen, lagern, Verkaufsseite bauen, verkaufen. Supplier → Lager → Verkaufsplattform → Kunde. Der Unterschied zu Dienstleistungen: Du kannst skalieren, ohne dass mit jedem Verkauf dein Aufwand linear steigt.

E-Commerce ist jung und wächst. Die Corona-Zeit hat dem Ganzen einen Schub gegeben. Amazon hat rund 58 Prozent Marktanteil am E-Commerce in Deutschland, was die Chance erklärt. Marken wie Snocks zeigen, wie stark einfache Produkte performen können. Für mich ist das eine extreme Chance, weil es noch wenige wirklich dominante Consumer Brands gibt, die nur online groß geworden sind.

Eine ausführliche Einsteigerperspektive findest du auch im Beitrag Amazon FBA erklärt: Kompletter Leitfaden.

Verkaufswege: Amazon vs. eigener Shop

Es gibt zwei Hauptwege: Amazon und dein eigener Shop, etwa mit Shopify. eBay und Rakuten sind möglich, aber für den Start oft weniger relevant.

Warum beides? Amazon bringt dir Sichtbarkeit und Käufer, die im Kaufmodus sind. Ein eigener Shop gibt dir Kontrolle über Marke, Marge, Daten und Stammkunden.

Der Schlüssel ist, eigene Produkte zu haben. Das bringt maximale Unabhängigkeit, so wie Adidas überall verkaufen kann, nicht nur auf einer Plattform. Abhängigkeit von einer Plattform mag ich nicht.

Der smarte Start: erst Amazon FBA, dann Skalierung in den Shop. Wenn du loslegen willst, sichere dir meinen kompakten Einstieg über FBA Unstoppable. Amazon übernimmt Lagerung, Versand und Kundensupport, es gibt in Deutschland über 27 Lager. Du verschickst Paletten ins Lager, Amazon liefert an den Endkunden.

Warum das so stark ist:

  • Daten-Transparenz mit Tools, du siehst, wie viel Umsatz Produkte machen
  • Conversion auf Amazon ist oft 10 mal höher als in Shops
  • Kunden sind heiß auf Kauf, nicht nur am Scrollen
  • Weniger Service-Aufwand, weil Amazon viel abnimmt

Warum eigene Produkte (Private Label) statt Dropshipping

Dropshipping klingt verlockend, weil du kein Lager brauchst. In der Praxis sind Lieferzeiten lang, die Abhängigkeit vom Lieferanten hoch und es ist oft grauzonig. Viele jonglieren plötzlich mehrere PayPal-Accounts. Das ist rechtlich riskant und du baust keinen Markenwert auf.

Der wahre Wert liegt im Unternehmen selbst, in deiner Marke. Adidas ist so viel wert, weil die Brand stark ist. Das große Geld entsteht oft beim Verkauf von Unternehmen, nicht in der monatlichen Marge. Genau deshalb sind FBA-Brands so gefragt.

Eigene Produkte bedeuten:

  • du kontrollierst Qualität und Features
  • du schützt die Marke, statt 1:1 kopiert zu werden
  • du kannst Leidenschaft reinbringen, weil du nicht irgendwas verkaufst
  • du signalisierst Commitment, weil du investierst
  • du skalierst besser und baust Wert auf

Typischer Start: 10.000 bis 12.000 Euro. Es geht auch mit weniger, es geht auch mit deutlich mehr. Margen von 10 bis 30 Prozent sind realistisch.

Was bedeutet Private Label praktisch? Du gründest eine Eigenmarke. Das kann ein Supplement mit deinem Logo sein, eine Brotdose mit deinem Branding, ein Outdoor-Tool mit echten Verbesserungen. Der Private-Label-Trend ist auch offline stark, man sieht ihn bei Aldi oder Lidl. Apropos Tools: Für Produktsuche und Daten nutzen viele Helium10. Hier ist mein Deal: Helium10 mit Code BYL10.

Geeignete Nischen und was ich verkauft habe

Mein erstes Produkt war ein Kaltraucherzeuger. Ein Drahtgestell, mit dem man zu Hause Käse oder Fleisch räuchert. Ich habe 700 Stück für 8,50 Euro eingekauft und für 34,90 Euro verkauft. Umsatz rund 24.000 Euro, Gewinn etwa 6.000 Euro. Heute weiß ich: Das Produkt war zu simpel. Man gewinnt fast nur über Preis und Bewertungen. Besser sind Produkte, die man differenzieren kann. Als Richtwert funktionieren 20 bis 30 Prozent Marge in vielen Kategorien solide.

Nischen, die ich mag:

  1. Haustierbedarf, weil Menschen für Tiere gern viel ausgeben
  2. Sport und Fitness, sinnvolle Produkte mit echtem Nutzen
  3. Garten, Hobbygärtner sind kaufstark
  4. Babyartikel, hoher Qualitätsanspruch, hohe Kaufbereitschaft
  5. Möbel und Einrichtung, großer E-Commerce-Trend
  6. Nahrungsergänzung, wenn sauber umgesetzt und differenziert
  7. Camping und Outdoor, viele echte Use-Cases
  8. Küche und Haushalt, aber bitte nicht die stumpfen Artikel

Wichtig sind Lifestyle-Value-Produkte, die ein Problem lösen. Extrem wichtig: Nicht die zwanzigste Knoblauchpresse. Denk an Wasserkessel, Brotdosen, Hundebetten, Zelte, Schlafsäcke. Oft liegen die Chancen in Varianten, die man noch nicht auf dem Schirm hat.

Kriterien für die Produktauswahl: Was ich meide

Ein paar No-Gos am Anfang:

  • zu große, sperrige Dinge wie Tische oder massive Schreibtische
  • Elektroprodukte mit Akku oder Stecker
  • frische Lebensmittel
  • alles, was Babys in den Mund nehmen

Warum? Sicherheit und Tests sind teuer und zeitintensiv. Ein Blumentopf ist simpel und sicher, ein Schnuller nicht. Auch wichtig: keine schlechte Qualität. Gute Qualität spart langfristig Geld, da sie Retouren, schlechte Bewertungen und Frust vermeidet. Und: Finger weg von bruchanfälligen und ultradummen Artikeln, etwa Weingläser oder simple Presswerkzeuge, bei denen alles gleich aussieht.

Die Produktpyramide: Nachfrage, Marktanteils-Chance, Profit

Die Produktpyramide ist mein einfachstes Werkzeug für klare Entscheidungen.

Säule 1, Nachfrage: Vermeide es, das Rad neu zu erfinden. Geh dahin, wo bereits gesucht und gekauft wird. Tools wie Helium10 helfen dir, Umsatz und Suchvolumen zu sehen. Ich setze seit Jahren darauf, hier ist der Link mit Rabatt: Helium10 mit BYL10. Beispiel Zeltmarkt: 13.000 Suchen im Monat, rund 337.000 Euro Umsatz nur über einen Suchbegriff.

Säule 2, Marktanteil-Chance: Der Markt sollte tief sein. Das heißt, es gibt nicht nur einen Bestseller, sondern viele Produkte mit Umsatz. Außerdem müssen Produkte sich unterscheiden lassen, zum Beispiel verschiedene Zeltkonstruktionen, nicht fünf identische Pressen. So musst du nicht Nummer 1 sein, um gut zu verdienen. Top 10 oder 15 reicht oft.

Säule 3, Profitabilität: Verkaufe nicht zu günstig. Ein Mindestverkaufspreis von 25 Euro ist sinnvoll, weil Werbekosten und Gebühren relativ ähnlich sind, egal ob du billig oder teuer verkaufst. Es kann sein, dass eine Knoblauchpresse teurere Klickpreise hat als ein Zelt, obwohl das Zelt viel mehr kostet. Teure Produkte tragen Marketing besser.

Wähle dann eine Nische, zu der du einen Zugang hast, etwa Kochen, Büro, Kinder, Outdoor. So verstehst du Kunden schneller. Vorgehen:

  • Ozean an Möglichkeiten verkleinern
  • eine Pfütze definieren, also die Nische
  • im Tropfen die attraktivsten Unterthemen suchen

Produktfindung: Von der Idee zur Umsetzung

Ich starte mit einer Nische, zum Beispiel 2-Personen-Zelte. Ich prüfe Suchbegriffe wie „zweipersonen zelt“, „rot“, „mit Vorzelt“. So sehe ich, wonach Menschen wirklich suchen. Dann gehe ich die existierenden Produkte durch: Welche Features gibt es? Welche fehlen? Ich lese Bewertungen und Testseiten. Dort stehen die wahren Pain Points, etwa: Aufbau dauert zu lange, schwer zu verpacken, zu wenig Durchzug.

Mein 3-Schritte-Prozess:

  1. Suchen und Marktgröße validieren
  2. Bewertungen und Tests lesen, echte Probleme notieren
  3. Lücken definieren und Feature-Lösung skizzieren

Ein Zelt mit einfachem Aufbau und guter Belüftung ist sofort attraktiver. Ich habe zum Beispiel ein Modell gewählt, das beidseitig komplett aufgemacht werden kann und einen deutlich schnelleren Mechanismus hat. Wer im Sommer gezeltet hat, weiß, wie viel Komfort das bringt.

Für Inspiration schaue ich auf größere Märkte, zum Beispiel USA. Amazon.com ist etwa zehnmal so groß, dort finde ich Bestseller, die es hier noch nicht gibt. Ich übertrage funktionierende Konzepte nach Deutschland oder passe sie an. Zusätzlich nutze ich:

  • Alibaba, weil dort unfassbar viele Produkte gelistet sind
  • Etsy, um Handmade-Ideen zu finden, die skalierbar sind
  • andere Amazon-Märkte, aktuell gibt es weltweit viele, von denen man lernen kann
  • Testseiten, um Details zu verstehen

Konkretes Beispiel: Ein neues Zelt, Verkaufspreis 89 Euro, im ersten Monat 48.000 Euro Umsatz mit 39 Bewertungen. Nicht, weil es aus Gold ist, sondern weil es die echten Probleme gelöst hat: schneller Aufbau, beidseitig offen.

Wenn du tiefer einsteigen willst, lies meinen kompakten Praxisleitfaden im Buch auf ecommerce.de/buch.

Der Verkaufsprozess auf Amazon

So entstehen Verkäufe:

  • Der Kunde sucht nach einem Begriff.
  • Produkte werden angezeigt, teils Werbung, teils organisch.
  • Er klickt auf ein Produkt.
  • Er kauft oder vergleicht weiter.

Sichtbarkeit ist der erste Meilenstein. Danach musst du Klicks holen. Das Hauptbild ist entscheidend, zeige Vorteile klar und schnell und einfach. Bewertungen sind hilfreich, aber weniger kritisch, wenn dein Produkt sich sichtbar unterscheidet. Dann zählt der Use-Case mehr als der Bewertungsstand.

Conversion passiert auf der Produktseite. Dafür brauchst du klare Bilder, kurze Texte mit Nutzen, und du musst negative Bewertungen aktiv reduzieren. Baue Vertrauen mit:

  • Produktvideos
  • einer Brand Story
  • echten Qualitätsbelegen
  • klaren Garantien und sauberem Wording

Amazon ist eine Suchmaschine. Das Gute: SEO ist dort schnell und dynamisch. Mit dem E-Commerce Flywheel lässt sich Sichtbarkeit in Verkäufe und Verkäufe wieder in Sichtbarkeit drehen.

Das E-Commerce-Flywheel im Detail

Ich starte mit PPC. Ich kaufe Sichtbarkeit für Suchbegriffe wie „2-Personen-Zelt“. Ich zahle pro Klick, nicht pro Kauf. So bekomme ich die ersten Besucher, die ich sonst noch nicht organisch erreichen würde.

Mit den ersten Verkäufen steigt mein organisches Ranking. Amazon sieht, dass mein Produkt zu diesem Suchbegriff passt. Nach ein bis drei Wochen kannst du weit nach oben rutschen, wenn dein Angebot stimmt. Ziel sind die Positionen 1 bis 6. Nur als Gedankenexperiment: 30.000 Suchen im Monat, eine 2 Prozent Conversion auf deiner Produktseite, sind 600 Verkäufe. Bei 50 Euro Verkaufspreis ist das schon ein starker Monat.

Klicks optimiere ich über:

  • ein starkes Hauptbild
  • erkennbaren Use-Case
  • klare Preislogik, gerne mit Coupon
  • genug Social Proof
  • cleanes Angebot statt Feature-Overkill

Conversion steigere ich laufend. Ich pflege Bilder, verbessere Texte, reagiere auf negatives Feedback, und ich investiere in Vertrauen. Kaum jemand nutzt Videos, was verrückt ist. In Bewegung wirkt ein Produkt echter und glaubwürdiger als auf einem Standbild. Ich erzähle konsequent meine Markenstory im neuen Amazon-Feld. Mehr Tiefe dazu habe ich auch in meinem Buch auf ecommerce.de/buch beschrieben.

Vertrauen und Überzeugung aufbauen

Vertrauen ist der wichtigste Bestandteil im Online-Verkauf. Niemand kennt dich am Anfang. Die Frage ist: Ist das Produkt wirklich so gut, wie ich behaupte?

Was hilft:

  • Videos vom Produkt in Aktion, ideal mehrere kurze Clips
  • eine Brand Story mit dem Warum, Wer und Wofür
  • transparente Infos zur Herkunft und zu Tests

Persönliche Bindung entsteht, wenn Menschen merken, da steckt ein echter Anbieter hinter der Marke. Ich verzichte bewusst auf platte Phrasen wie „beste Qualität“. Stattdessen zeige ich Belege, erkläre Features klar und bleibe konkret.

Von einem Produkt zur Brand

Wenn das erste Produkt läuft, denke ich in Produktfamilien. Aus einem Zelt entstehen Tische, Matratzen, Schlafsäcke, Lampen. So wie Adidas erst Schuhe baute, dann Varianten und andere Sportartikel. Ich möchte keine wilden Sprünge, etwa Gummistiefel plus Hundebetten plus Fahrradhelme, ohne roten Faden.

Nutze Amazon-Features: Zeige verwandte Produkte direkt im Listing. Baue deinen Amazon-Markenstore auf, das ist ein eigener Shop-Bereich innerhalb von Amazon. So erhöhst du den Warenkorb-Wert und verkaufst an Stammkunden. Später ergänzt du einen eigenen Shop, um die Marge zu heben.

Richtwerte aus der Praxis: 8.000 bis 30.000 Euro Umsatz pro Produkt und Monat sind normal, mit 10 bis 30 Prozent Marge. Wer skalieren will, findet Strategien auf fba-skalieren.de.

Nebenberuflich starten: Der beste Weg

Ich empfehle, nebenberuflich zu starten. Am Anfang wartest du viel auf Produktion und Logistik. Das Tagesgeschäft ist schlank, sobald die Listings live sind. Baue dir ein zweites Standbein mit 10 bis 20 Produkten auf, dann kannst du entscheiden, wie groß du gehen willst.

Warum das gut funktioniert:

  • Du siehst Marktgröße und Suchvolumen vorab
  • Du liest echte Bewertungen, bevor du entwickelst
  • Du kennst Gebühren, Werbekosten und Preise
  • Du planst mit Daten, nicht mit Bauchgefühl

Mit jedem Produkt wird es leichter. Systeme wiederholen sich. Das ist ein großer Vorteil dieses Modells.

7 Hacks für mehr Erfolg auf Amazon

  • Hack 1: Produktvideos. Nur etwa 3 Prozent der Listings haben Videos. Zeige das Produkt in Bewegung, das baut sofort Vertrauen auf. Mehrere kurze Videos funktionieren besser als ein langer Clip.
  • Hack 2: Testsiegel. DEKRA oder TÜV auf sicherheitsrelevanten Produkten bringen mehr Käufe durch Sicherheit. Ein unabhängiges Siegel wirkt stärker als jede Eigenbehauptung.
  • Hack 3: Kleine Influencer. 5.000 bis 50.000 Follower reichen, wenn die Zielgruppe passt. YouTube-Review-Videos sind Gold, weil die Leute mit Kaufabsicht suchen. 5.600 Views mit guter Empfehlung können 200 bis 300 Sales bringen. Es gibt hier kaum Konkurrenz.
  • Hack 4: Handgeschriebene Karten. Eine persönliche Karte im Paket hebt die Bewertungsrate auf 10 bis 25 Prozent, statt 1 bis 2 Prozent per E-Mail. Das ist mächtig für Social Proof. Wir arbeiten dafür mit Partnern wie kundenschreiber.de.
  • Hack 5: Top Produktbilder. Zeige dein Produkt in Anwendung, nicht nur freigestellt. Vermeide schlecht reingephotoshoppte Szenen. Tipp: Arbeite mit Profis, die Design und Story können, nicht nur mit einem Fotografen, der auf den Auslöser drückt.
  • Hack 6: Amazon Global Logistics. Amazon baut seine Logistik massiv aus und fährt Container selbst. Für FBA-Händler ist das spannend, weil es Wege vereinfacht und beschleunigt.
  • Hack 7: Produktion in der EU. Viele holen die Fertigung zurück nach Europa. Gründe: stabile Lieferketten, oft schnellere Lead Times, teils bessere Gesamtkosten und mehr Vertrauen beim Kunden. Länder wie Polen oder die Türkei sind für viele Produkte attraktiv.

Wenn du Schritt für Schritt starten willst, schau dir die kompakte Anleitung „Business starten mit Amazon Fulfilment“ an: Anleitung bei Lizenzero. Und wenn du strukturiert in FBA reinkommen willst, findest du hier einen klaren Startfahrplan: Amazon FBA Anleitung: Die ersten Schritte.

Fazit

Ich habe mit wenig gestartet und mir mit Amazon FBA ein System aufgebaut, das Freiheit und Planbarkeit vereint. Der Schlüssel liegt in guten Informationen, eigenen Produkten und einem klaren Prozess von Nachfrage über Differenzierung bis Profit. Fang bodenständig an, nutze Amazon für Reichweite, baue danach deine Brand und deinen Shop.

Wenn du starten willst, hol dir den Einstiegsleitfaden über FBA Unstoppable oder lies mein kompaktes Buch auf ecommerce.de/buch. Wer bereits läuft und wachsen will, findet klare Skalierungspfade auf fba-skalieren.de.

Am Ende zählt nicht, wie perfekt deine Idee ist, sondern wie sauber du sie umsetzt. Welche Produktidee wartest du noch seit Monaten aufzuschieben?

 

Über den Verfasser

Nicklas Spelmeyer

eCommerce.de Consulting GmbH

Aus einem WG Zimmer heraus begann Nicklas vor über 4 Jahren selbst damit eigene Produkte über das Internet zu verkaufen. Dabei entwickelte er eigene Strategien, dachte E-Commerce neu und erreichte in Monaten, was andere in Jahren nicht erreichen konnten.

Angetrieben davon sein Wissen mit anderen zu teilen und Menschen dabei zu helfen sich etwas Eigenes aufzubauen gründete er die eCommerce.de Consulting GmbH und betreut bis Dato über 1000 Unternehmer und Selbstständige.

Bücher von Nicklas Spelmeyer:

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