Als Amazon Seller fühlt es sich manchmal so an, als würde der Boden sich ständig bewegen. Neue Features, neue Werbemöglichkeiten, neue Anforderungen. Wer hier nicht aufpasst, verliert schnell den Anschluss. Gleichzeitig steckt in genau diesen Änderungen eine enorme Chance.
In diesem Beitrag zeige ich, welche Entwicklungen auf Amazon bereits gestartet sind oder mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nach Deutschland kommen, warum sie für uns Händler so wichtig sind und wie ich mich persönlich darauf einstelle. Einige dieser Funktionen nutze ich schon in den USA, andere kenne ich aus Betas oder aus offiziellen Ankündigungen.
Das Spannende: Viele Seller nutzen diese Möglichkeiten gar nicht. Das ist meine Chance und auch deine, wenn du unternehmerisch denkst und bereit bist, dir neue Skills aufzubauen.
1. Amazon Posts: Social Media Feeling direkt auf der Produktseite
Was sind Amazon Posts?
Amazon Posts sind im Grunde ein Social Feed auf Amazon. Ich kann als Marke Bilder und später sehr wahrscheinlich auch Videos posten, die dann direkt im Umfeld meiner Produkte erscheinen.
Wichtig: Diese Posts werden auf den Produktseiten neben den Produkten angezeigt, ähnlich wie ein kleiner Instagram Feed mitten in Amazon.
Typische Inhalte, die ich über Posts spielen kann:
- Produktbilder mit kurzen Texten
- Kaufberatung zu bestimmten Anwendungsfällen
- Inspiration, wie Produkte kombiniert werden können
- Storytelling über die Marke oder den Einsatzzweck
In den USA ist das Feature bereits live. Mehr Details findet man zum Beispiel im offiziellen Supportbereich von Amazon Ads im Bereich Posts im Amazon Ads Support Center. Eine schöne Übersicht auf Deutsch gibt es auch im Artikel Amazon Posts – Alles was du wissen musst.
Warum Amazon dieses Feature ausrollt
Amazon entwickelt sich immer mehr in Richtung Social Plattform. Es soll nicht nur eine Suchmaschine für Produkte sein, sondern ein Ort, an dem Nutzer Zeit verbringen, stöbern und sich inspirieren lassen.
Das macht Amazon zu einem Ort, an dem man sich aufhält, nicht nur kurz etwas kauft.
Je länger die Nutzer auf der Plattform sind, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie mehrere Produkte kaufen. Genau das ist für uns Händler spannend.
Wie Posts praktisch funktionieren
Der Ablauf ist aus Sellersicht recht einfach:
- Produkt auswählen, das im Fokus stehen soll
- Bild oder Video hochladen
- Kurztext oder Mehrwertinfos ergänzen
- Post veröffentlichen
Der Feed wird dann auf relevanten Produktseiten ausgespielt. Kunden sehen meine Marke häufiger, ohne aktiv nach ihr zu suchen.
Posts als Brand-Booster
Das Ganze wird besonders interessant, wenn ich eine Marke mit mehreren zusammenhängenden Produkten aufbaue.
Beispiel: Ich habe eine Camping Marke mit Isomatte, Schlafsack und Campingkissen. Dann kann ich einen Post erstellen, in dem ich zeige, wie die komplette Schlaflösung outdoor aussieht.
Das hilft mir, meine gesamte Marke auf einmal zu präsentieren, statt nur ein einzelnes Produkt isoliert.
Ich kann:
- Cross-Selling anstoßen
- meine Markenstory erklären
- hochwertige Bilder nutzen, die viel besser wirken als ein reines Hauptbild
Werbung auf Posts
In den USA kann ich auf diese Posts auch Werbung schalten. Das heißt, ich pushe nicht nur mein Listing, sondern auch meinen Content.
Mögliche Ausrichtungen sind zum Beispiel:
- Kategorien, in denen sich der Kunde bewegt
- Interessen, die zum Produkt passen
So erreiche ich Menschen, die noch nicht konkret nach meinem Produktnamen suchen, aber in der passenden Zielgruppe sind.
Das ist besonders dann stark, wenn ich über Content Vertrauen aufbauen will und nicht nur über den Preis.
Wann kommen Posts nach Deutschland?
Amazon rollt neue Features fast immer zuerst in den USA aus und bringt sie dann mit Verzögerung nach Europa. Meine Erfahrung aus den letzten Jahren:
- viele Funktionen kamen etwa 1 bis 3 Jahre später nach Deutschland
- alles, was in den USA dauerhaft live bleibt, hat eine realistische Chance auf EU-Rollout
Da Amazon Posts in den USA bereits existieren und offiziell dokumentiert sind, gehe ich fest davon aus, dass sie auch bei uns stärker sichtbar werden.
Was ich jetzt schon tue:
- Ich sammle Contentideen pro Produkt
- Ich teste Formate auf Instagram oder TikTok, um zu sehen, was gut ankommt
- Ich baue mir eine Bild- und Videobibliothek auf, um später direkt starten zu können
Je besser ich vorbereitet bin, desto einfacher wird der Umstieg, wenn Posts bei uns richtig Fahrt aufnehmen.
2. Amazon Explore: TikTok für Produkte direkt auf Amazon
Was ist Amazon Explore aus Sellersicht?
Amazon Explore (ich nenne es gern die Stöbern Funktion) ist im Kern ein Video Feed für Produkte, so ähnlich wie TikTok oder Reels, nur direkt in Amazon.
Ich kann als Händler kurze Videos hochladen, in denen ich:
- mein Produkt zeige
- Funktionen erkläre
- Anwendungsbeispiele filme
Der Kunde wischt einfach durch die Videos und entdeckt Produkte nebenbei.
Wie Nutzer Explore verwenden
Der Nutzer kann Kategorien wählen, zum Beispiel:
- Haushalt
- Geschenkideen
- Küche
- Camping
Dann bekommt er nacheinander Videos gezeigt, die zu dieser Kategorie passen. Er ist nicht im klassischen Suchmodus, sondern eher im Stöbermodus.
Das erinnert mich sehr an einen Rundgang durch IKEA: Man will eigentlich nur ein Sofa und verlässt den Laden mit Deko, Kissen, Gläsern und vielleicht noch einem Regal.
Genau diesen Effekt will Amazon digital schaffen.
Chance für uns Händler
Für mich ist das eine riesige Möglichkeit, Produkte zu zeigen, die über reine Keywordsuche schwer zu finden sind.
Ich kann:
- kurze Demos filmen
- Unboxings machen
- Vorher-Nachher Effekte zeigen
Das ist meine Chance, mit visuellen Inhalten aufzufallen, nicht nur mit dem Titelbild im Listing.
Der Ablauf könnte für den Kunden so aussehen:
- Er swipet durch die Explore Videos
- Ein Video von mir zeigt ein praktisches Feature
- Er klickt direkt auf das Produkt und legt es in den Warenkorb
Je besser das Video, desto eher passiert dieser Klick.
Launchstatus und Ausblick
Amazon Explore ist in den USA schon gestartet und laut den ersten Signalen ziemlich erfolgreich, weil es die Nutzungsdauer auf der Plattform steigert.
Amazon liebt Features, die dafür sorgen, dass Menschen länger auf der Seite bleiben.
Darum bin ich mir sicher, dass auch diese Art von Stöbern Funktion nach Deutschland kommen wird, wenn sie in den USA dauerhaft gut performt.
Was ich jetzt schon vorbereite:
- Ich übe, mit dem Smartphone kurze, knackige Produktvideos zu drehen
- Ich teste verschiedene Hooks im ersten Satz oder in den ersten 2 Sekunden
- Ich analysiere, welche Produkte sich besonders gut in Aktion zeigen lassen
Klar, Videoerstellung ist für viele Händler eine Hürde. Aber genau das ist der Vorteil. Wer es früh lernt, hat einen Vorsprung.
3. Werbung außerhalb von Amazon: Mehr Reichweite, mehr Retargeting
Neue Werbemöglichkeiten abseits der Plattform
Amazon öffnet sich immer stärker für Werbung außerhalb der eigenen Seite. Wir sehen bereits jetzt eine deutliche Entwicklung in Richtung:
- Anzeigen auf Google
- Werbeflächen auf großen Webseiten
- Platzierungen auf externen Plattformen
Ab einem bestimmten Zeitpunkt (im Video spreche ich vom 1. Oktober als Stichtag für ein neues Feature) werden diese Möglichkeiten noch breiter. Der große Hebel dabei ist Retargeting.
Das bedeutet, dass ich einen Nutzer, der mein Produkt auf Amazon angeschaut, aber nicht gekauft hat, auch auf anderen Webseiten wieder ansprechen kann.
Wie Retargeting über Amazon funktioniert
Der Ablauf ist relativ simpel:
- Ein Kunde besucht mein Produkt auf Amazon
- Er verlässt die Seite ohne Kauf
- Später sieht er auf einer anderen Webseite Werbung für genau dieses Produkt
Der Vorteil ist klar: Ich bezahle häufig weniger pro Kontakt als bei normaler Kaltakquise Werbung, weil der Kunde das Produkt schon kennt. Das ist besonders attraktiv bei:
- hochpreisigen Produkten
- Produkten mit längerem Entscheidungsprozess
So kann ich den Weg vom ersten Interesse bis zum Kauf besser begleiten.
Warum Amazon immer mehr externen Traffic will
Amazon hat ein klares Ziel: Noch mehr Menschen sollen auf der Plattform kaufen.
Dafür unterstützt Amazon inzwischen sogar aktiv, dass wir Händler Traffic von außen auf Amazon lenken, zum Beispiel:
- von YouTube Videos
- von Blogs
- von Social Media
- von eigenen Webseiten
Amazon wächst, wenn wir wachsen.
Darum stellt Amazon uns Werkzeuge zur Verfügung, mit denen wir diesen externen Traffic messen können.
Amazon Attribution: Externen Traffic tracken
Mit Amazon Attribution gibt es genau so ein Tool. In Deutschland läuft es bereits als Beta.
Ich kann:
- Einen speziellen Tracking Link erstellen
- Diesen Link in einem YouTube Video, Blogartikel oder Social Post platzieren
- Im Backend sehen, wie viele Leute geklickt haben und wie viele davon gekauft haben
In den USA geht Amazon sogar noch einen Schritt weiter. Dort bekommen Händler, die externen Traffic messbar zu Amazon schicken, 10 Prozent der Amazon Gebühr zurück. Das bedeutet, Amazon reduziert seine eigene Provision, um diesen Traffic zu belohnen.
Das ist aus Margensicht extrem spannend, vor allem, wenn ich viel über Social Media oder Content Marketing arbeite.
4. Buy with Prime: Amazon im eigenen Shop nutzen
Was Buy with Prime für mich bedeutet
Mit Buy with Prime bietet Amazon die Möglichkeit, Amazon Funktionen in den eigenen Online Shop einzubinden.
Konkret heißt das:
- Ich habe meinen eigenen Onlineshop
- Ich nutze Logistik und Checkout Power von Amazon
- Kunden können über ihren Prime Account kaufen
Das Spannende: Ich spare mir einen Teil der klassischen Amazon Gebühren und bekomme trotzdem die Kundendaten.
Ich habe also:
- die Conversion Power von Prime Versand
- die Kontrolle und Daten eines eigenen Shops
Vorteile für Händler
Die Kombination ist extrem stark, weil ich mich nicht mehr vollständig von Amazon abhängig mache, aber die Vorteile weiter nutze.
Amazon wird zum Werkzeug, nicht mehr zum einzigen Verkaufskanal.
Gerade im Zusammenspiel mit externem Traffic, Amazon Attribution und Content auf Social Media ergeben sich so neue Strategien:
- Traffic von Social Media in den eigenen Shop
- Kauf über Buy with Prime
- bessere Marge, weil Amazon Gebühren geringer ausfallen
- Aufbau einer eigenen E-Mail Liste und Kundenbasis
In den USA ist Buy with Prime bereits präsent. Ich gehe davon aus, dass dieses Modell nach und nach ausgebaut und irgendwann auch bei uns relevanter wird.
5. Mehr Kundendaten für Seller: Endlich bessere Einblicke in die Zielgruppe
Welche Daten Amazon bereits teilt
In den USA teilt Amazon inzwischen deutlich mehr Kundendaten mit Sellern als noch vor ein paar Jahren. Dazu gehören zum Beispiel:
- durchschnittliches Haushaltseinkommen der Käufer
- geografische Verteilung nach Regionen oder Städten
- Tendenzen zu Alter und Geschlecht
Ich sehe zum Beispiel, ob meine Kunden eher Besserverdiener sind oder eher preissensibel.
Diese Daten sind anonymisiert, aber sie reichen aus, um meine Zielgruppe deutlich besser zu verstehen.
Wie ich diese Infos nutze
Nehmen wir an, ich sehe:
- Großteil meiner Kunden hat überdurchschnittliches Einkommen
- 80 Prozent meiner Käufer sind weiblich
Dann kann ich passende Schlüsse ziehen:
Preisanpassung:
Wenn ich merke, dass eher Besserverdiener kaufen, kann ich mir überlegen, ob ich:
- den Preis moderat erhöhe
- eine Premium Variante mit höherer Marge anbiete
Bildsprache und Content:
Wenn 80 Prozent meiner Käufer weiblich sind, macht es Sinn,
- mehr weibliche Personen im Bildmaterial zu zeigen
- Farbwelten und Texte zu wählen, die diese Zielgruppe stärker ansprechen
Je besser ich die Zielgruppe verstehe, desto zielgerichteter werden meine Listings und Ads.
Warum Amazon das macht
Früher war Amazon mit solchen Daten extrem zurückhaltend. Inzwischen ist klar geworden, dass Third-Party Seller der wichtigste Wachstumstreiber sind.
Es ist ein klassisches Win-win: Wenn wir besser verkaufen, verdient Amazon mehr Gebühren.
Darum baut Amazon immer mehr Tools, die uns helfen, bessere Entscheidungen zu treffen.
6. Amazon baut eigene Analyse- und Verkäufertools aus
Mehr Transparenz zu Markt und Konkurrenz
Amazon entwickelt aktuell eigene Tools, mit denen ich:
- meine eigenen Zahlen besser auswerten kann
- Wettbewerber und deren Performance besser einschätzen kann
- Trends schneller erkenne
Das macht es einfacher, die richtigen Produkte zu wählen und Listings sauber auszurichten.
Diese Daten sind nicht als Ersatz zu Tools wie Helium 10 gedacht, sondern eher als Ergänzung.
Ich nutze zum Beispiel weiterhin Tools wie Helium 10. Wer das noch nicht kennt, kann sich das mit Rabatt im offiziellen Partnerlink Helium 10 mit Gutscheincode BYL10 / BYL6M20 anschauen. Die Kombination aus externen Tools und den Daten direkt von Amazon ist aktuell die stärkste Lösung.
Wofür ich die Amazon Tools konkret einsetze
Mit den wachsenden Seller Tools von Amazon kann ich zum Beispiel:
- Suchbegriffe analysieren, die meine Kunden wirklich nutzen
- sehen, welche Produkte in meinem Segment stark wachsen
- besser abschätzen, wie viel Nachfrage es in einer Nische gibt
Kleine Anpassungen an Titel, Bullet Points oder Bildern können dadurch sehr schnell spürbare Effekte bringen.
Ich betrachte diese Tools als Pflichtbestandteil meines Alltags, nicht als Spielerei.
7. Amazon zieht sich bei Eigenmarken zurück: Mehr Platz für Third-Party Seller
Rückgang der Amazon Basics Produkte
In den letzten Jahren hat Amazon seine eigenen Produktlinien, zum Beispiel Amazon Basics, deutlich zurückgefahren.
Die Zahlen zeigen klar:
- Vor rund zehn Jahren lag der Anteil der Third-Party Seller am Gesamtumsatz bei etwa 30 Prozent
- Heute sind es über 65 Prozent
Das heißt, Händler wie du und ich machen inzwischen den Großteil des Umsatzes auf Amazon.
Für mich ist das eine gute Nachricht, denn diese Amazon Basics Produkte waren zwar oft sehr günstig, aber selten qualitativ die beste Lösung.
Was das für uns bedeutet
Weniger Eigenmarken von Amazon heißt:
- weniger direkte Konkurrenz durch extrem billige Produkte
- mehr Sichtbarkeit für starke Marken von Drittanbietern
- mehr Platz für Innovation und Qualität
Unsere Produkte haben mehr Raum, sich zu zeigen, vor allem, wenn wir nicht nur über den Preis konkurrieren.
Amazon setzt also klar auf das Plattformmodell und auf den Erfolg der Händler. Das sieht man auch daran, wie viel in Seller Tools, Ads und Daten investiert wird.
8. Neue Social Proof Elemente: Verkaufszahlen auf der Produktseite
Verkaufszahlen als zusätzlicher Vertrauensfaktor
Amazon zeigt inzwischen immer öfter auf der Produktseite, wie oft ein Produkt in einem bestimmten Zeitraum verkauft oder angesehen wurde, zum Beispiel:
- Verkäufe in den letzten 7 Tagen
- Verkäufe in den letzten 30 Tagen
Diese Info wird direkt unterhalb des Produkts eingeblendet.
Damit kann der Kunde sofort erkennen, wie beliebt ein Produkt aktuell ist.
Das ist eine neue Form von Social Proof, zusätzlich zu den normalen Bewertungen.
Auswirkungen auf Kaufentscheidungen
Bewertungen bleiben wichtig, aber Verkaufszahlen haben einen großen Vorteil: Sie sind zeitnah.
Ein Produkt mit:
- 10.000 alten Bewertungen, aber wenig aktuelle Verkäufe
wirkt anders als - 1.000 Bewertungen, aber extrem hohe Verkäufe der letzten 7 Tage
Der Käufer sieht auf einen Blick, was gerade im Trend liegt.
Für mich als Händler heißt das: Verkaufsdynamik wird noch wichtiger. Aktionen, Launch Strategien und Werbung, die die Verkäufe kurzfristig steigern, zahlen jetzt doppelt ein, nämlich auf:
- Ranking
- Wahrnehmung über diese Verkaufsanzeige
9. Künstliche Intelligenz bei Bewertungen: Zusammenfassungen statt Textwüste
Amazons Plan für KI Review Zusammenfassungen
Amazon arbeitet laut Ankündigungen daran, Bewertungen per KI zusammenfassen zu lassen.
Das Ziel ist, dass der Kunde nicht mehr 500 oder 1.000 Rezensionen durchlesen muss, sondern:
- 5 bis 7 Pro Punkte
- 5 bis 7 Kontra Punkte
direkt auf der Produktseite als Zusammenfassung sieht.
Das macht den Kauf deutlich schneller und übersichtlicher.
Diese Technologie kennen wir schon von Tools wie ChatGPT oder anderen KI Diensten, die lange Texte komprimieren.
Folgen für uns Händler
Wenn eine KI die Bewertungen liest und zusammenfasst, werden typische Muster extrem sichtbar.
Für mich bedeutet das:
- Wenn immer wieder gelobt wird, dass mein Produkt besonders robust ist, sollte ich diesen Punkt im Listing klar hervorheben
- Wenn immer wieder kritisiert wird, dass eine Anleitung fehlt, muss ich dieses Problem lösen oder sauber im Text erklären
AI macht Fehler gnadenlos sichtbar, weil sie sie immer wieder in den Zusammenfassungen bringt.
Ich bin zwar etwas skeptisch, wie schnell das global perfekt ausgerollt wird, aber ich rechne fest damit, dass es mittelfristig kommt. Darum achte ich schon heute darauf, Feedback strukturiert auszuwerten.
10. Warum diese Änderungen unternehmerische Seller belohnen
Neue Features sind neue Chancen
Viele Händler haben irgendwann ein Produkt gelistet, ein bisschen Werbung geschaltet und sich dann zurückgelehnt. Das hat vor fünf, sechs oder sieben Jahren teilweise gereicht.
Diese Zeiten sind vorbei.
Heute sind gefragt:
- Video Skills
- Verständnis für Daten
- Bereitschaft, neue Amazon Features zu testen
Niemand hat aktuell jahrelange Erfahrung mit Funktionen wie Explore oder den neuesten Attribution Modellen, also ist das Feld offen.
Wer sich jetzt reinarbeitet, kann einen massiven Vorsprung aufbauen.
Wie wenig Seller die heutigen Möglichkeiten wirklich nutzen
Wir sehen in unseren Projekten und Kundendaten immer wieder:
- Unter 5 Prozent der Händler nutzen konsequent Tracking von externem Traffic
- Nur ein kleiner einstelliger Prozentsatz der Listings hat wirklich gute Produktvideos
- Premium A+ Inhalte, mit denen man mehr Bilder und Videos im Listing anzeigen kann, nutzen weniger als 10 Prozent der Seller
Das heißt, allein durch das Nutzen von Features, die es schon heute gibt, kann ich mich vom Großteil des Marktes abheben.
Wenn dann noch neue Features wie Posts, Explore oder erweiterte Ads dazukommen und ich früh dabei bin, wird der Abstand zu den passiven Sellern immer größer.
Amazon wächst auch in schwierigen Zeiten
Trotz Inflation, Wirtschaftskrise und Unsicherheit wächst Amazon weiter. Die Kunden verbringen immer mehr Zeit mit:
- Prime Video
- Prime Shopping
- verschiedenen Services auf der Plattform
Krise hin oder her, gut aufgestellte Seller wachsen trotzdem weiter, weil sie die neuen Möglichkeiten aktiv nutzen.
Genau darum sehe ich die Zukunft bei Amazon FBA nicht pessimistisch, sondern positiv, vorausgesetzt, man bleibt nicht stehen.
11. Wie ich dir helfe, diese Chancen zu nutzen
Ich weiß, dass das Ganze schnell überwältigend wirken kann. Social Content, Videos, externe Werbung, Datenanalyse, KI Bewertungen, neue Tools.
Genau an dieser Stelle setzen mein Team und ich an.
Mit FBA starten oder skalieren
Wenn du am Anfang stehst oder dein bestehendes Business auf das nächste Level bringen willst, ist der erste Schritt oft ein klarer Fahrplan.
Dafür habe ich einen Einstieg entwickelt, mit dem du strukturiert in das Thema FBA kommst. Du findest den Leitfaden auf der Seite zum Start mit Amazon FBA über FBA Unstoppable.
Tiefer einsteigen mit Coaching und Consulting
Mit unserer eCommerce.de Consulting GmbH haben wir bereits über 500 Unternehmen beim Aufbau und Wachstum unterstützt und mehr als 800 Menschen geholfen, mit Amazon FBA mehr zu verdienen als in ihrem 9-to-5 Job.
Wenn du herausfinden willst, ob und wie wir dir konkret helfen können, kannst du dir ein kostenloses Erstgespräch über unsere Seite für Ecommerce Training und Beratung sichern.
Unsere Programme sind ergebnisorientiert, nicht einfach nur ein Videokurs ohne Betreuung.
Weitere Ressourcen für erfahrene Seller
Für erfahrene Seller, die noch tiefer in Strategien, Zahlen und aktuelle Entwicklungen eintauchen wollen, gibt es unseren Podcast.
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Wenn du lieber liest, statt nur Video oder Audio zu konsumieren, kannst du dir auch mein Buch holen. Darin teile ich meine Erfahrungen aus Handel, Consulting, Marketing und Logistik. Das Buch findest du auf der Seite zum Ecommerce Buch von Nicklas Spelmeyer.
Fazit: Die Zukunft auf Amazon gehört den aktiven Sellern
Die nächsten Jahre auf Amazon werden nicht einfacher, aber sie werden spannend. Neue Social Features wie Posts und Explore, mehr Daten, mehr Werbemöglichkeiten, KI Unterstützung und der Rückzug von Amazon Eigenmarken öffnen den Markt für alle, die bereit sind, sich zu bewegen.
Wer bereit ist, neue Skills aufzubauen und Features früh zu nutzen, hat enorme Vorteile.
Wenn du Lust hast, dein Business so aufzustellen, dass du von diesen Entwicklungen profitierst, statt von ihnen überrollt zu werden, dann nutz die aktuellen Möglichkeiten. Schau dir deine Listings an, bau Videos, teste externe Werbung, analysiere Daten und sei einer der wenigen, die die Werkzeuge wirklich einsetzen.
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